Paris: Sicherheit + Kriminalität + Hilfe im Notfall

Paris ist eine der sichersten Großstädte in Europa. Befolgt man ein paar Sicherheitshinweise, verringert man deutlich die Gefahr mit den Themen Überfall, Kriminalität und Taschendiebstahl in Berührung zu kommen.

Wichtiger Hinweis: Diese Ratschläge und Informationen basieren auf meinen eigenen Reise-Erfahrungen. Gefahrenlagen und die Situation in Paris können sich schnell ändern. Dies zeigte sich besonders drastisch bei den Terroranschlägen vom 13.11.2015.
Eine Haftung bzw. Gewähr für evtl. Schäden kann ich zu diesem Kapitel wie auch für den restlichen Reiseführer nicht übernehmen.
Im Zweifel empfehle die Einholung von Informationen zur aktuellen Sicherheitslage beim Auswärtigen Amt.

Kleinkriminalität & Taschendiebstahl in Paris

taschendieb sicherheit paris kriminalität ueberfallWie in jeder Metropole ist auch Kleinkriminalität wie Taschen- oder Trickdiebstahl in Paris ein Thema. Das Risiko von Taschendieben bestohlen zu werden kann man durch angepasstes und aufmerksames Verhalten deutlich reduzieren. Die meisten Taschendiebstähle treten im Gedränge auf, dass entweder Vorhanden ist (z.B. in der Metro bei Berufsverkehr) oder von den Dieben künstlich erzeugt wird (Drängeln beim Einsteigen in einen Zug). Deshalb sollte man an Orten mit hoher Personendichte besonders vorsichtig sein.
Ebenfalls beliebt bei Dieben ist es, die Opfer abzulenken. Tricks dabei sind Fragen nach dem Weg (dabei dient der Stadtplan gleichzeitig dazu den Griff in die Taschen zu verdecken), „versehentliches“ Beschmutzen und anschließendes Säubern der Kleidung, Anstecken einer Blume… Öfters konnte ich auch schon beobachten, dass Taschendiebe mit einer Art Infoblatt oganz gezielt auf Touristen zugehen und sie in ein Gespräch verwickeln bzw. das Schreiben lesen lassen und dabei in aller Ruhe die Taschen leer räumen. Auch das vortäschen einer Sammelaktion zu Gunsten von Behinderten etc. wird genutzt.
Hier hilft laut und sehr deutlich klar zu machen, dass man kein Interesse hat. Falsche Höflichkeit ist dreisten Drickdieben nicht angebracht.

Tipps zur Vermeidung von Taschendiebstahl:



– Nehmen Sie nur so viel Bargeld, Schecks und Kreditkarten mit, wie sie wirklich benötigen.
– Vermeiden Sie es Ihren vermeintlichen „Reichtum“ zu zeigen. Tragen Sie teure Kameras und Smartphones nicht unnötig offen herum. Lassen Sie sich beim Bezahlen nicht in die Geldbörse blicken.
– Wenn Sie zu zweit oder in einer Gruppe unterwegs sind, teilen Sie die Karten und Bargeld untereinander auf. So stehen Sie nie komplett ohne Zahlungsmittel da, falls Sie doch bestohlen werden.
– Tragen Sie Wertsachen wie Geldbeutel, Handy, Ausweis, Pässe usw. immer in Innentaschen. Die Gesäßtasche ist für Geldbörsen die schlechteste Wahl. Viel sicherer ist die Vordertasche, in die man noch bei Gedränge die Hand legen kann.
– Tragen Sie Hand- und Umhängetaschen verschlossen auf der Körpervorderseite oder klemmen Sie die Tasche bei Gedränge unter den Arm. Vorsicht: Beliebt ist auch der Trick, Taschen von hinten mit einem scharfen Messer aufzuschlitzen und sich dann daraus zu bedienen.

Vorsicht Kleinkriminalität: – Besonderheiten in Paris

In der Nähe der großen Sightseeing Attraktionen (z.B. Sacre Coeur) gibt es Gruppen, die aggressiv Armbändchen verkaufen. Eine Person geht auf eine zumeist weibliche Urlauberin zu, spricht sie an und bindet ihr ohne Aufforderung und relativ schnell ein Armbändchen aus Stoff um das Handgelenk. Diese können nur durch zerschneiden wieder gelöst werden. Deshalb besteht der „Verkäufer“ dann auf Geld, ohne dass man das Bändchen haben wollte.
Tipp: Machen Sie deutlich und laut klar, dass Sie nicht angesprochen werden wollen und zeigen Sie bei der ersten Berührung zum Umbinden der Bändchen deutlich, dass Sie das nicht möchten. Keine falsche Scheu oder Höflichkeit an dieser Stelle! Gehen Sie schnell weiter.

Stadtviertel bzw. Banlieus in Paris mit sozialen Problemen, Ausschreitungen bzw. Unruhen




Es gab im Jahr 2005 auch unschönen Ausschreitungen in Paris, die leider um die Welt gingen. Es gab dazu Fragen von mehreren Lesern, v.a. welche Pariser Vororte waren von den Unruhen und Ausschreitungen im Jahr 2005 am meisten betroffen?
Zunächst ein paar Fakten. Um Paris herum gibt es einen Ring von drei Départements Hauts-de-Seine, Seine-Saint-Denis und Val-de-Marne. In diesen Départments gibt es Gemeinden / Stadtteile die aufgrund der typischen Hochhaus- und Plattenbausiedlungen eine hohe Bevölkerungsdichte aufweisen. Im Volksmund werden diese Viertel aufgrund ihrer sozialen Problem Banlieu (Bannmeile) genannt. Diese sozialen Probleme zeigten sich durch die Unruhen im Jahr 2005 nicht nur in den Pariser Banlieus . Die Ausschreitungen breiteten sich im Lauf des Jahres auf viele französische Städte aus.
Hier eine nicht vollständige Auflistung mit den Kantonen / Stadtvierteln und Banlieus der Pariser Vororte, die von den oben genannten Ausschreitungen betroffen waren:
Hauts-de-Seine: Suresnes, Clamart
Seine-Saint-Denis: Aubervilliers, Aulnay-sous-Bois, Clichy-sous-Bois, Épinay-sur-Seine,Noisy-le-Grand, Pierrefitte-sur-Seine, Sevran, Val-de-Marne: Champigny-sur-Marne, Ormesson-sur-Marne, Villeneuve-Saint-Georges.

Deutsche Botschaft vor Ort in Frankreich – Hilfe in Notfällen

Meistens benötigt man die Adresse der Deutschen Botschaft nur in Notfällen. Dann kann sie aber sehr nützlich sein:
Adresse:
Ambassade de la République fédérale d’Allemagne
13/15 avenue Franklin D. Roosevelt
75008 Paris
Tél. : +33 (0)1 53 83 45 00
Fax : +33 (0)1 43 59 74 18

Öffnungszeiten:
Montag – Donnerstag: 08.30 – 16.45 Uhr
Freitag: 08.30 – 14.00 Uhr

Was passiert bei einem medizinischen Notfall – Krankenversicherungsschutz bei einer Paris Reise

Krankenhaus Paris NotfallIn Paris gibt es eine sehr gute Versorgungsinfrastruktur im medizinischen Notfall. Grundsätzlich haben Personen, die in Deutschland gesetzlich versichert sind, einen Anspruch auf Behandlung – soweit dringend erforderlich – bei Ärzten, Zahnärzten, Krankenhäusern usw., die vom ausländischen, gesetzlichen Krankenversicherungsträger zugelassen sind. Als Nachweis ist die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC), bzw. Ersatzbescheinigung (beide Dokumente erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse) vorzulegen. Dies kann jedoch oft nicht reichen, um alle Kosten abzudecken.
Ich empfehle daher dringend, für die Dauer des Urlaubs eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Kassen nicht übernommen werden (z. B. notwendiger Rücktransport nach Deutschland im Krankheitsfall, Behandlung bei Privatärzten oder in Privatkliniken). Diese Versicherungen sind relativ billig. Je nach Leistungen sind sie ab ca. 10-15 Euro für ein Jahr (mit beschränkter Urlaubszeit) zu haben. Sie deckt große finanzielle Risiken ab und ist aus meiner Sicht ein absolutes Muss für jeden Auslandsurlaub. Für Familien haben viele Anbieter von Auslandskrankenversicherungen bessere, d.h. kostengünstigere Konditionen, sog. Familienversicherungen.

HINWEIS: Die Regelungen zu Versicherungen können sich jederzeit ändern. Haftung kann ich für dieses Thema wie auch für den ganzen Reiseführer nicht übernehmen.


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